Antisemitischer Angriff: Stunden der Angst in Halle/Saale – die Attacke im Überblick

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Bei Angriffen mitten in Halle/Saale sind vor einer Synagoge und in einem Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen worden. Die jüdische Gemeinde entging unmittelbar vorher womöglich einer Katastrophe. Ein Täter mit Stahlhelm und Stiefeln versuchte Mittwochmittag die Synagoge mit Waffengewalt zu stürmen, scheiterte jedoch, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen erfuhr. In dem Gotteshaus feierten zu dem Zeitpunkt 70 bis 80 Menschen den höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur.Halleticker

Die Stadt Halle sprach am frühen Nachmittag von einer „Amoklage“. Die Polizei hatte zuvor mitgeteilt, mehrere bewaffnete Täter seien mit einem Auto auf der Flucht. Fotos und Videos, die von Medien veröffentlicht wurden, zeigten aber nur einen maskierten Schützen. Auch Augenzeugen sprachen nur von einem Täter. Am frühen Nachmittag meldete die Polizei die Festnahme einer Person. Aus Sicherheitskreisen hieß es am Abend, es deute nun doch alles auf einen Einzeltäter hin.

Die Orte des Geschehens (rote Punkte): In Halle fallen um die Mittagszeit Schüsse unmittelbar nahe der Synagoge und des Jüdischen Friedhofs. Eine Frau wird erschossen.650 Meter entfernt wird ein Mann in einem Döner-Imbiss erschossen. Auch im rund 15 Kilometer von Halle entfernten Landsberg fallen Schüsse. Im Ortsteil Wiedersdorf erpresst der Verdächtige in einer Autowerkstatt ein Fluchtfahrzeug und schießt zwei Menschen an.Auf der B91 zwischen Weißenfels