Tödliche Schüsse in Halle: Angriff am jüdischen Versöhnungstag – was an Jom Kippur gefeiert wird

Quelle vollständig Lesen

Bei Angriffen mitten in Halle an der Saale haben schwer bewaffnete Täter vor einer Synagoge und in einem Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen. Die Stadt Halle sprach am Mittwoch von einer „Amoklage“. 

Nach Angaben des Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde zu Halle, Max Privorozki, richtete sich der Angriff der Täter direkt gegen die Synagoge, in der zu dem Zeitpunkt 70 bis 80 Menschen den höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur feierten. Am frühen Nachmittag meldete die Polizei die Festnahme einer Person. Der Generalbundesanwalt zog die Ermittlungen an sich – wegen Mordes von besonderer Bedeutung. Ob es sich um eine antisemitische Tat handelt, sei noch unklar, sagte ein Sprecher in Karlsruhe.

Lesen Sie hier mehr den Hintergründen:

Live-Ticker: alle aktuellen EreignisseÜberblick: Was wir sicher wissen – und was nichtAugenzeuge: „Ich habe mich auf der Toilette versteckt“

Jom Kippur ist der höchste jüdische Feiertag, ein Tag der Sühne, der inneren Reinigung, der Versöhnung. Ein Tag, der – je nach Konstitution und Haltung des Gläubigen – durch mehr oder weniger strenge Enthaltsamkeit geprägt ist.

Was an Jom Kippur gefeiert wird

Bereits am Vorabend bei Sonnenuntergang beginnt das Fasten: Speisen, Getränken und Sex ist zu entsagen, Strengere verzichten auch auf Lederschuhe und kleiden sich in Weiß. Sünden wurden von Alters her an diesem Tag auf ein Tier übertragen, bevor man es